Dienstag, 31. Juli 2007

Milchpreiserhöhung

Den Landwirt kannst du suchen…

Wer nie im Milchsee ist geschwommen,

nie einen Butterberg erklommen,

wer Rinder füttert ohne Fehl

mit Grünzeug statt mit Knochenmehl,

wer Weizen anbaut, nicht verheizt

und mit Chemie am besten geizt,

wer in den Lobbies nicht rumwieselt,

sein Benz bis heute auch nicht dieselt,

wer Wert der Umwelt noch erkennt

und Brachlandprämien verpennt,

nicht ständig ist auf Brüssel sauer,

der scheint´s mir ist kein EU-Bauer

und der ersetzt nicht den Verstand

als Mitglied im Berufsverband!

Mittwoch, 25. Juli 2007

Wetterkapriolen

Die Sonne spielt mit uns Versteck,

mal ist sie da, mal ist sie weg.

Der Wind bläst stürmisch Richtung Nord,

ein wenig später ist er fort.

Vor Stunden fielen Regenmassen

und überschwemmten unsere Strassen,

jetzt hat der Regen aufgehört,

Blumen und Felder sind zerstört.

He, es ist Juli –Sommerzeit-

und in dem Schwarzwald hat ´s geschneit.

Das Wetter bricht wohl jede Regel,

Petrus wird so zum Oberflegel.

Es bleibt nur Hoffnung für August,

der deutlich besser werden muss.

Wenn aber nicht, so wird er eben

für uns den DUMMEN AUGUST geben.

Dann läuft tatsächlich alles schief

und jedermann wird depressiv.

Das aber kann wohl nur von allen

der gierigen Ärzteschaft gefallen.

Regen Regen Regen

Regendepression?

Tränen, die der Himmel weint,

Tropf für Tropfen sich vereint

zu dem Rinnsal, das bizarr,

völlig unberechenbar,

an der Scheibe sich verbreitet

durch den Wind wird abgeleitet.

Fasziniert folg´ ich dem Treiben,

wie so an den Fensterscheiben

Wasser formt sich so zu Bildern

nicht erkennbar nicht zu schildern

deren unsteter Verlauf.

Deshalb hör ich damit auf,

meinen Blick darauf zu richten,

versuch´ den Ärger zu vernichten,

zürn´ dem Wettergott auch nicht,

denn am Himmel wird es licht!

Dienstag, 24. Juli 2007

Zu viel ist zu viel

Autorenschwemme

Ein gutes Buch, so viel steht fest,

ist das, was niemand ruhen lässt,

der gerne stöbert und gern liest

und Literatur einfach geniesst.

Doch wie gesagt: ein gutes Buch,

doch davon gibt es nicht genug.

Vielmehr gibt´ s Bücherinflationen

´s wär besser, uns damit zu schonen!

Wenn ein Mensch, der prominent,

weil man ihn durch Skandale kennt,

glaubt, dass er dazu berufen,

ein Buch- das anderer für ihn schufen-

herausbringt ohne jede Scham:

oh, Leserschaft was bist du arm,

wenn dieses Machwerk sich verkauft.

Ein Narr, der sich das Haar nicht rauft!

Auch wären weniger Bücher da,

gäb´s nicht viel Schund aus USA.

Dort herrscht, wenn ich es recht erkenne,

eine viel gepriesene Autorenschwemme.

Sei´s , dass ein Massenmörder grad

sein erstes Buch geschrieben hat,

sei´s dass ein ergrauter Politiker

widerlegt damit die Kritiker,

sei ´s , dass ein alter Veteran

klagt er hätt` seine Zeit vertan

im Glauben an das Vaterland

und das er dies erst jetzt erkannt.

Auch jeder zweite Rechtsanwalt

erkennt mit Sicherheit sehr bald,

dass in dem Land der Möglichkeiten

den Lebensstil sich zu erstreiten

ist äusserst schwierig, wird´s auch bleiben.

Darum verlegt er sich auf´ s Schreiben.

Geschiedene Frauen, voller Frust,

empfinden schreiben nun als Lust.

Und so verbreiten sie ihr Leid

rachsüchtig, ohn`Bescheidenheit,

die hat man vorher aufgeben

im Scheidungsrausch und Dollarsegen!

Weil aber in den USA

zu wenig Interessenten da –

vielleicht weil dort nicht jedermann

alles versteht und lesen kann-

ist nun der Markt „Europa“ Ziel

und deshalb haben wir zu viel

Autoren ohne grosse Klasse,

nicht Qualität, nur einfach Masse.

Ich will´s nicht auf die Spitze treiben,

und deshalb keine Bücher schreiben!

Montag, 23. Juli 2007

alles zufällig

Reiner Zufall

Kennt ihr jenes Glücksgefühl,

das sich einstellt beim Gelingen,

wenn man etwas ausprobiert,

was nach gedanklichem Gewühl

manchmal bei profanen Dingen,

klappt, woran man laboriert?

Nach kurzer Zeit wird einem klar,

dass nicht Geistesblitz dafür

sondern purer Zufall nur

der Vater des Erfolges war;

und verschlossen bleibt die Tür,

du erlebst den Frust ganz pur.

Die Erkenntnis: gewusst wie,

ist so einfach nicht und leicht.

Und beim nächsten Male dann

steckst du wieder bis zum Knie

im Problem, das dich erreicht,

und du fängst von vorne an.

Denke nie, du kannst etwas,

nur weil dir es mal gelungen.

Lerne von der Pike auf,

zusätzlich macht das noch Spass,

wie es schon die Alten sungen,

und schon hast du deinen Lauf.

Sonntag, 22. Juli 2007

Es gibt keine andere Welt

Es ist, wie es ist…

Der Hauspoet, der altersweise,

der murmelt vor sich in ganz leise:

„wo Schatten ist, da ist auch Licht,

drum stört es mich auch weiter nicht,

dass Menschen so sind, wie sie sind,

weil ich auch manches Gute find.

Allein, die Bosheit wird nun mal

für all zu viele eine Qual.

So eine Sintflut wär` nicht schlecht,

wie ich zuweilen meinen möcht.

Doch sie beträf´ mich ebenso,

darum bin eigentlich ich froh,

dass dieses Weltgericht verbleibt

und gute Menschen nicht entleibt“

So also sagt´ ich vor mich hin

und dabei kommt mir in den Sinn:

wohin ich geh´ und wandere,

so ist die Welt - ´gibt keine andere!

kurz und bündig

Illusion

Sternenglanz am Himmelszelt,

blanker Mond am Horizont.

Ach, wie schön ist unsere Welt,

wenn ihr Friede innewohnt!