Dienstag, 19. Juni 2007

Meiner Frau Ingrid

Liebeserklärung

War das denn die Wirklichkeit,

ist es so geschehen?

Zerrt der Spiegel, genannt Zeit,

was wir heute sehen?

Bin ich noch derselbe ICH,

wie vor vierzig Jahren?

Wenn ich selbst beurteil´ mich,

wird´ ich´s nie erfahren..

Doch in deinen Augen bin

ich mir selbst nicht treu geblieben.

Gibt es dennoch einen Sinn,

mich wie einst zu lieben?

Oder hat der Zeitenfluss

die Gefühle fortgespült?

Kam es, wie es kommen muss,

wenn Leidenschaft sich abgekühlt?

Glaub mir, so lang´ wir uns kennen,

warst du stets mein Augenstern,

kann´s noch heute Liebe nennen,

nicht nur einfach „hab´dich gern“!

dein Hans

(Hauspoet)

Freitag, 15. Juni 2007

wo sind denn die Helden?

Männer, habt ihr keine E…???

Er sollte mal zur Bundeswehr,

doch legte er sich dabei quer!

„Ich will nicht nach Afghanistan,

was geht der Hindukusch mich an?

Ich reise zu ´nem grossen Fest

nach Rostock und mach dort Protest.

Das liegt mir sicher auch viel mehr,

ich stell´ mich dort auch wieder quer!“

Doch seine Schwester – sie heisst Frieda –

die kämpft hart gegen Al Ka-ida.

Er sitzt zu Hause und liest „Bild“,

derweil sie Terroristen killed!

Sie übt in Kabul an Kanonen,

er ist zu Haus – liest „Schöner Wohnen“.

Sie trägt den Stahlhelm ganz apart,

er Baseball-Cap nach Ami-Art.

Ich hör´, wie Zarathustra spricht:

„gehst du zum Mann, vergiss die Peitsche nicht!“

Der Albtraum ist schon vielfach wahr

im Studio der Domina!!!!

Dienstag, 12. Juni 2007

Korrekturen sind notwendig

Verflixte Fehlerteufel


Ein kleines Fehlerteufelchen, das hat es sich bequem gemacht

und in den Reimen sich versteckt, von wo aus es sich schief gelacht.

Wann immer man es übersieht,

es sich ganz diebisch freut und hämische Grimassen zieht.

Glaubt wirklich, teuflisch, wie es ist, dass es sich gut versteckt,

und dennoch hat´s mich eines Tags so richtig aufgeschreckt!

Wie konnte er dies übersehen,

fragt sich der Hauspoet ergrimmt?

Es darf beim Dichten nicht geschehen,

dass Deutsche Rechtschreibung nicht stimmt!

Ob Hieroglyphen*, ausgelaugt*, ob dieses, jenes oder das:

hoch peinlich sind die Fehler schon, verderben jeden Spass.

Warum vor aller Welt sich denn der Hauspoet bequemt,

sich seine Fehler eingesteht…. er hat sich so geschämt!!!



* u. a. statt Hieroglyphen – Hyroglyphen, statt ausgelaugt - ausgelaucht

Montag, 11. Juni 2007

Rentner eben....

Am Gartenzaun

Am Gartenzaun, der pflanzbewert,

zwei Köpfe dicht an dicht –

ich und mein Nachbar Heribert,

verdeckt sieht man uns nicht.

Bevor wir denn zur Arbeit starten,

ist Rentnerplausch gefragt.

Der Garten kann ein wenig warten,

die Pflichten sind vertagt!

Viel wichtiger ist die Wetterlage,

die Sonne kräftig sticht,

es stellt sich also uns die Frage:

„jetzt giessen – oder besser nicht“?

Das wär` mit Mühe wohl verbunden

und bei der Hitze auch verkehrt –

bevor wir uns hier abeschunden,

ist dieser Teil schon mal geklärt.

Fussball – ist Thema Nummer zwei,

da kann man gut parlieren,

ist unverfänglich nebenbei,

da kann nichts eskalieren!

So zugekauft aus aller Welt,

sind diese Kicker Nieten.

Sie kriegen auch noch zu viel Geld,

die Fans lassen ´s sich bieten.

So geht es jetzt schon eine Weile

mit unserer heftigen Kritik,

die Arbeit hat noch keine Eile:

den Vorrang hat die Politik!

Da baut man einen grossen Zaun,

um die G 8 zu schützen:

Chaoten Polizei verhau´n,

wem soll das Ganze nützen?

Die Zeit vergeht, die Arbeit ruht,

auf uns´re Stirn tritt Schweiss,

was man nicht für den Garten tut,

dabei ist es sooo heiss!

Doch plötzlich hört man Schritte kommen.

Husch, schon sind die verschwunden,

die sich viel Arbeit vorgenommen,

am Zaun sich abgeschunden!

Aus ist´s mit plauschen und mit plappern.

Ruh´herrrscht hinterm Zaune nun,

man hört nur noch die Eimer klappern,

wir haben schliesslich was zu tun!

Wenn man uns Pflichten anvertraut,

ist immer eifrig das Bemühen,

wir werden sicher – irgendwann- das Beikraut

auch mal ziehen!!!!

Ganz natürlich

Tempi passati

Was warst du für ein toller Hecht,

hast gar nichts ausgelassen,

du konntest deine Hände schlecht

von leichten Weibern lassen!

Du hast dich fast im Bier ertränkt

und fandest dies ganz toll,

hast dir dein Glas stets eingeschenkt,

oft bis zum Rande voll!

Die Sorgen hast du nur verlacht,

voll Übermut dein Leben,

du hast die Nacht zum Tag gemacht,

viel Nehmen war´s , kaum Geben!

Heut´ hab ´ich mürrisch dich gesehen

auf unserm Boulevard –

du bliebst so oft zuweilen steh`n,

wo deine „Rennbahn“ war.

Den Kopf, den hattest du gesenkt,

trotz all der schönen Frauen,

hast ihnen keinen Blick geschenkt:

zu wenig Selbstvertrauen?

He, alter Freund, so lass uns trinken

auf jene längst vergang´nen Tage.

Gevatter Hein wird uns schon winken,

wenn unsere Zeit kommt für die Bahre!

Vergangen kehrt nicht zurück

Tempi passati

Was warst du für ein toller Hecht,

hast gar nichts ausgelassen,

du konntest deine Hände schlecht

von leichten Weibern lassen!

Du hast dich fast im Bier ertränkt

und fandest dies ganz toll,

hast dir dein Glas stets eingeschenkt,

oft bis zum Rande voll!

Die Sorgen hast du nur verlacht,

voll Übermut dein Leben,

du hast die Nacht zum Tag gemacht,

viel Nehmen war´s , kaum Geben!

Heut´ hab ´ich mürrisch dich gesehen

auf unserm Boulevard –

du bliebst so oft zuweilen steh`n,

wo deine „Rennbahn“ war.

Den Kopf, den hattest du gesenkt,

trotz all der schönen Frauen,

hast ihnen keinen Blick geschenkt:

zu wenig Selbstvertrauen?

He, alter Freund, so lass uns trinken

auf jene längst vergang´nen Tage.

Gevatter Hein wird uns schon winken,

wenn unsere Zeit kommt für die Bahre!

Mittwoch, 6. Juni 2007

Maschin kaputt .. manchmal gutt!

Lass den Fachmann ran…

Nähmaschine, die nicht näht?

„mach ich schon,“ sagt Hauspoet,

wappnet sich mit Schraubendreher,

Kombizange und dem “Seher“

Dioptrien eins Komma drei

und dann ist er schon dabei:

Löst die Rädchen und die Schrauben

und er kann es fast nicht glauben,

wie Mechanik ausgereift,

jedes Rädchen einzeln greift,

auf und nieder, wenn es klappt,

Nadel führt und Nähte kappt.

Doch, wenn eins nicht funktioniert,

ist man reichlich angeschmiert!

Sei das Teilchen noch so klein,

greift´s in die Mechanik ein

und schon steht die ganze Chose,

weil es klemmt und nicht mehr lose

eingebettet ruhig sich dreht,

was selbst Hauspoet versteht.

Selbstbewusst macht er sich dran,

zieht das Schräubchen noch mehr an,

wartet ab, was dann passiert…..

und hat nur noch mehr blockiert.

Mit Ruhm kann er sich nicht bekränzen,

er kommt hier schnell an seine Grenzen.

Zum Ärger noch der Kommentar:

„hab´s gleich gesagt, ich wusst` es ja!“

Nicht Lob gab es und auch nicht Dank:

recht schmählich war der Abgesang.

Ein Fachmann, zufällig zur Stelle,

hat´s repariert dann auf die Schnelle:

ein kurzer Blick, ein bisschen drehen,

mit der Blockade war´s geschehen.

Vorm Fachmann, wie dies Beispiel zeigt,

man sich vor Ehrfurcht gern verneigt.

Noch eins…..darauf könnt ihr Vertrauen,

schon immer wussten uns´re Frauen,

dass Fummelei taugt nicht so richtig,

her mit dem Fachmann, das ist wichtig!